Weihnachten mit Hund: Was vom Festtagstisch tabu ist
Heiligabend ist für den Hund der gefährlichste Tag des Jahres. Nicht wegen der Böller — die kommen eine Woche später — sondern wegen dem, was an diesem Abend auf dem Tisch steht, und wie viele Menschen Lust haben, dem Hund einen Happen zuzustecken. Gehen wir durch, was dem Hund wirklich schadet und womit Sie ihn bedenkenlos belohnen können.
Was völlig tabu ist
Schokolade und Kakao
Sie enthalten Theobromin, das der Hund um ein Vielfaches langsamer abbaut als der Mensch. Gefährlich sind vor allem Zartbitterschokolade und Kakaopulver — bei einem kleinen Hund reichen schon ein paar Stückchen. Anzeichen einer Vergiftung sind Erbrechen, Unruhe, beschleunigter Puls und Zittern.
Zwiebeln, Knoblauch, Lauch
Sie schädigen die roten Blutkörperchen des Hundes und sind schon in kleinen Mengen gefährlich, roh wie gegart. Achten Sie besonders auf Kartoffelsalat, geröstete Zwiebeln und Soßenreste.
Fisch- und Geflügelknochen
Gekochte Knochen splittern zu scharfen Bruchstücken, die Speiseröhre und Darm verletzen können. Karpfengräten gehören in den Müll, nicht in den Napf.
Rosinen im Weihnachtsgebäck
Bei manchen Hunden lösen sie Nierenversagen aus, und bis heute weiß niemand warum. Eine unbedenkliche Menge gibt es nicht, deshalb haben Christstollen und Rosinenbrot für den Hund nichts zu suchen.
Xylit
Süßungsmittel in zuckerfreien Süßigkeiten, Kaugummis und manchen Erdnussbuttersorten. Beim Hund lässt es den Blutzucker schlagartig abstürzen und ist lebensgefährlich.
Fettes und Frittiertes
Gebackener Karpfen, Schnitzel oder die Haut vom Braten müssen den Hund nicht vergiften, lösen aber leicht eine Bauchspeicheldrüsenentzündung aus. Die zeigt sich erst am nächsten Tag durch Erbrechen und starke Bauchschmerzen.
Womit Sie den Hund stattdessen belohnen
Der Hund muss an Weihnachten nicht leer ausgehen. Er braucht nur seine eigene Portion, keine Reste vom Teller.
- Ein Stück gekochtes Fleisch ohne Salz, Gewürze und Knochen.
- Rohe Karotte oder ein Stück Apfel ohne Kerngehäuse.
- Dingo Zwieback oder Kekse, die beschäftigen und nicht fettig sind.
- Drops für kleine Belohnungen über den Tag verteilt.
Eine gute Regel ist, Leckerlis auf höchstens ein Zehntel der Tagesration zu begrenzen. An den Feiertagen, wenn ihm jeder etwas zusteckt, ist diese Grenze schnell überschritten — sprechen Sie in der Familie ab, wer dem Hund wie viel gibt.
Nicht nur Futter: Worauf Sie außerdem achten sollten
Der Christbaum ist für den Hund etwas Neues im Wohnzimmer, und vieles daran sieht aus wie Spielzeug. Hängen Sie Glaskugeln in die obere Hälfte, Bänder und Schleifen verstauen Sie lieber — eine verschluckte Schnur ist einer der häufigsten Gründe für eine Notoperation. Eine brennende Kerze in Schwanzhöhe ist ein unnötiges Risiko, und Schokoladenschmuck am Baum zieht den Hund zuverlässig an.
Denken Sie auch an Ruhe. Eine volle Wohnung, Lärm und der veränderte Tagesablauf erschöpfen den Hund. Lassen Sie ihm einen Platz, an den er sich zurückziehen kann und an dem ihn niemand stört, und halten Sie die gewohnten Fütterungs- und Gassizeiten ein.
Wenn doch etwas passiert
Rufen Sie den tierärztlichen Notdienst an und haben Sie parat, was und wie viel der Hund gefressen hat und wann. Bei Schokolade, Rosinen und Xylit gilt: je früher eingegriffen wird, desto besser — warten Sie nicht ab, bis Symptome auftreten. Die Feiertage sind für Tierärzte die arbeitsreichsten Tage des Jahres, suchen Sie die Nummer des nächsten Notdienstes also lieber im Voraus heraus.